AUF DEN SCHWINGEN DES TODES KOMMENTAR von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 27. JANUAR 2010. Ein IRA-Terrorist verweigert sich des Tötens. Er hat keine Beziehung mehr zum Leben, findet aber dann über einen katholischen Geistlichen zu sich selbst und in seiner Todesstunde den Weg zu Gott. Jeder Theologe mag das begrüßen. Agnostiker sehen jedoch hier einen Versuch, über ein Hintertürchen den christlichen Glauben an den Mann zu bringen. Dementsprechend ist die Fragestellung des Films nach Schuld und Sühne eher eine, die in Ethikkursen behandelt werden sollte. Hier ist sie fehl am Platz. Das aufgesetzte Deutungsmuster verliert im Verlauf des Films mehr und mehr an Glaubwürdigkeit. Zudem wird wieder einmal äußerst unzureichend über die IRA und ihre ehemaligen Ziele reflektiert. Auch wenn das nicht zwingend zum Mittelpunkt des Films gehört, so ist das doch ein deutliches Manko.