Filmmag Logo
wirliebenfilme
Benutzername Passwort
Registrieren / Passwort vergessen?
spacer
spacerKrieg der Welten (2005)
spacer
Krieg der Welten Filmposter
Originaltitel: War of the Worlds
Regie: Steven Spielberg
Laufzeit: 116 Minuten
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren
Starttermin D: 29.06.2005
Starttermin US: 29.06.2005
Budget: 200.000.000 $
Produktionsländer: USA
Genre: Action, Drama, Science-Fiction, Thriller

7 von 10 Filmklappen
- JETZT Bewerten
Filmkommentar schreiben | Kritik schreiben | Zu deiner Filmliste hinzufügen
Eingetragen von Egger - 16.01.2004
Didi - Filmkritik wurde eingesendet am Dienstag, 00. November 0000

KRIEG DER WELTEN LAUTSTARK AUS DEM WELTRAUM von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 1. JULI 2005.1898 veröffentlichte H. G. WELLS in England seinen Roman „Krieg der Welten“. Ein dort dargestelltes Szenario, das damals möglich erschien,sollte bald die USA im Rahmen eines Hörspiels aufschrecken. Am 30. Oktober 1938 wurde eine Fassung von Orson WELLES an der amerikanischen Ostküste ausgestrahlt.WELLES schilderte mit dramaturgischer Raffinesse und vielen Spannungsbögen die Landung der Marsmenschen.2005 kommt nun von Steven SPIELBERG mit Tom CRUISE (als Ray Ferrier) in der Hauptrolle H. G. WELLS noch einmal zum Zug. In „Krieg der Welten“, dem düsteren apokalyptischen Spektakel, wollen Außerirdische wieder einmal die Welt erobern. War dies zuletzt bei „Independence Day“ (Regie: Roland EMMERICH, 1996) in Szene gesetzt, der seinem eigenen Größenwahn zum Opferfiel und dem Publikum mit jeder Menge Gedankenfutter über außerirdische Wesen kam, so schießt sich SPIELBERGnun auf die Fußspuren ein, die keine Abdrücke hinterlassen. Was ihn dazu getrieben hat, wird sein Geheimnis bleiben.Will er etwa Angst einflößen, den Menschen das Fürchten lernen, oder Nachdenklichkeit hervorrufen?Hat SPIELBERG insgeheim eine Neigung für von BUTLLAR oder DÄNIKEN, die meinen, dass Außerirdische schon vor langerZeit der Erde ihre Besuche abgestattet und würden jetzt noch einmal ihr Tagwerk verrichten?Die Paranoia könnte greifen. Und ein Versager, ein Nichts, ein Feigling, ein tapferer Amerikaner tritt an, um das Bösezu vernichten, die Familie zu retten. War es noch bei WELLS der Hinweis vor Zügellosigkeit, Großmachtchauvinismus, den er am britischen Kolonialismus kritisierte, Warnungen aussprach, so ist SPIELBERG, wiees sich für einen amerikanischen Regisseur gehört, zum Aufklärungsideologen geworden, der in die alte bürgerliche Haut zurückkehrt, sich häutet und vorführt und rasend Beifall klatscht für die letzten Triumphzüge des global player.SPIELBERG hat mir nichts, dir nichts, auf falsche Alternativen gesetzt, hat Partei ergriffen und macht Reklame für die bürgerliche Vernunft und feiert mit „Krieg der Welten“ einen närrischen Höhepunkt des Universalismus des Marktes.Wer würde es schon kritisieren wollen, dass er für seine Dreharbeiten 400 Soldaten zur Verfügung gestellt bekam?Dem Militär und dem Pentagon konnte es nur recht sein; denn in Zeiten von Globalisierung und Marktsegmentierung und Monsterkapitalismus ist dieser Propaganda-Apparat dem in „Krieg der Welten“ zum Durchbruch verholfen wird,die Wiederaufbereitung des kapitalistischen Weltgeistes und des ideellen Gesamtimperialismus unter unanfechtbarer Führung der USA. Es wundert also nicht, dass seine Szenen abgesegnet wurden.Und SPIELBERG selbst, der seit „Schindlers Liste“ (1994) keinen überragenden Film mehr abgeliefert hat, meinte zur Kritik an seiner Beugung vor dem Militär nur, dass sein Film „keine Antwort auf die gegenwärtige Politik der BUSH - Regierung sei. 1953 verfilmte Byron HASKIN „Krieg der Welten“.Der Film, der wegen seiner Spezialeffekte als besondere Raffinesse verkauft wurde, schuf die Grundlage für eine Reihe von SF-Filmen, von Invasionsfilmen, die die Rückeroberung der Erde zum Ziel hatten.Die Bedrohung war zwar unvermittelt an den Haaren herbeigezogen, doch in Krisenzeichen ließ sich mit solchen Filmen gut Geld verdienen. Die Widersprüche in der realen Welt wurden einfach zugekleistert und in ein gereinigtes amerikanische Avalon überführt.Die USA fühlen sich seit den Terrorangriffen vom 11. September 2001 einmal mehr bedroht.Die akute Bedrohung schlägt sich in einem Weltordnungskrieg nieder, in einer Terrorangst,in zügelloser militärischer Konfrontation. Amerika betritt die Bühne der Selbstzerstörung nun mit seinem eigenen Weg in die Barbarei, nicht anders im übrigen als der Rest der Welt, aber eben unter besonderen Bedingungen der Barbarei, nämlich ihn auf unappetitliche Art und Weise zu beenden.Die USA sind verletzlicher denn je. Und nicht nur der Terrorismus jeglicher Couleur weiß das, offensichtlich auch die Filmbranche, die nun den ideologischen Schulterschluss für die Parteinahme mit der kapitalistischen Weltpolizei sucht. Ist aber „Krieg der Welten“ von SPIELBERG nur eineSF-Geschichte? Ein ganzer Staat scheint hier auf der Flucht zu sein.Ein Fluch liegt auf jedem. Und jedermann scheint zu begreifen, dass er möglichst sicher seine Haut zu retten hat. Flüchten ist angesagt.Aber wohin? Doch nur ins Kino, damit „Krieg der Welten“ jeden Tag aufs Neue die Gehirne mit amerikanischem Gesülze verblödet. Was der Film zu bieten hat, ist simpel gesagt: eine Familiengeschichte mit gesellschaftlicher Komponente, die martialisch eingefärbt auch noch die Bedrohung der Grundwerte Amerikas durch die Außerirdischen einschließt.Hatten wir das nicht schon mal? „Independence Day“ strotzte nur davon, einen interstellarenKrieg auszulösen, der sozusagen im Teamwork beendet wurde.„Krieg der Welten“ ist nur eine seriösere Variante des Films von EMMERICH, ein Zirkus der Effekte, ein wildesund aufregendes Spiel, bei dem der biblische Feuerwagen des Elias sprichwörtlich durch den Erdenhimmel bricht. Und sich dann, Gewitterwolken gleich, über die Menschheitniederlässt. Ja, wir Amerikaner, was sind wir doch für Kerle!Man sieht Tom CRUISE, der Höllenqualen leidet und völkerverbindend seine Hand ausstreckt, förmlich an,dass er in dieser Funktionalität aufgeht. Sein wahres Gesicht dürfte er seit „Eyes Wide Shut“ (1999)nie wieder im Spiegel gesehen haben. Und einer der berühmten Homo sapiens der Filmgeschichte scheint überzeugt davon zu sein, dass er mit einem überstülpten Gesicht antreten muss, weil er scheinbar kein anderes besitzt, dass ihm hier helfen könnte! Schließlich muss der Ehrenkodex Amerikas, egal wie, gerettet werden.Seine Charaktermaske ist die Maske Moralität, aber eine falsche, weil seine Wahrnehmung nur den eigenen Interessen gilt, bei gleichzeitiger Beschneidung oder Negierung anderer Interessen.So geht der „Krieg der Welten“ von einer Selbstverständlichkeit des Weiterbestandes der Welt aus. Und CRUISE darf sie stellvertretend mit Beil und Handgranate für alle retten. Die Ethik ist ganz einfach: Freu dich/ja, ganz einfach, freu dich!Bei einem solchen ‚tierisch ernsten Thema’ fällt auf, dass man beständig in die Irre geleitet wird.Der Einfall der Außerirdischen ist eine Art Weltenrätsel der vermeintlichen Alltäglichkeit, die plötzlich aus den Fugen gerissen wird. Der Gau bricht unvermittelt herein. Vielleicht hätte der Philosoph Günther ANDERS diesen starren Blick der Stahlkraft der Härte als ein „Sein - zum -Tode“ Spiel gedeutet.Und in der Tat steckt in diesem Angriff eine gewisse Automation des Mordens, die, egal von wem sie durchgeführtwird, als Räumkommando die entorteten Orte des Planeten heimsucht.SPIELBERG scheint die Schusterwerkstatt mit dem Rest der Welt zu verwechseln und er lässt einfach den Schrecken einziehen. Im wesentlichen ist „Krieg der Welten“ nichts anderes alsein Ort der Barbarei. Und löst im Fühlen und Denken des Publikums eine ArtRausch mit Schwindelgefühlen aus. Selbst wenn H. G. WELLS nichts für Hollywoods Abenteurertum kann, so bleibt aber der bittere Beigeschmack, dass für „Krieg der Welten“ gilt, dass die größten Propagandisten der Gewaltfreiheit eigentlich Gewaltmonopolisten sind. Und aus einer sinnlosen und unmoralischen Massenaktion nicht zu desertieren verstehen. Fazit:Nur wer sich nichts mehr wünscht, ist reif für diesen Film. Er kommt zum Publikum aus der Dunkelheit der Nacht,er kommt aus dem tiefsten Mittelalter in eine moderne Welt. Spielberg ist ein Beweis dafür, dass man im Kino alles darf. Der Film ist ein langer Taumel in den Untergang. Das ist auch eine Frage nach Moralität und Wahrhaftigkeit.  

spacerSUCHE
spacer
spacerFACEBOOK
spacer
spacerDIESE WOCHE NEU
Das Todesspiel - Ein unfassbares Experiment (2010) Das Todesspiel - Ein unfassbar...
Originaltitel: Le jeu de la mort
93 Minuten - FSK: ab 16 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 18.05.2012
Der Diktator (2012) Der Diktator
Originaltitel: The Dictator
83 Minuten - FSK: ab 12 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 17.05.2012
Faces in the Crowd (2011) Faces in the Crowd
Originaltitel: Faces in the Crowd
99 Minuten - FSK: ab 16 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 16.05.2012
Lachsfischen im Jemen (2011) Lachsfischen im Jemen
Originaltitel: Salmon Fishing in the Yemen
108 Minuten - FSK: ab 6 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 17.05.2012
Marley (2012) Marley
Originaltitel: Marley
145 Minuten - FSK: ab 6 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 17.05.2012
Our Idiot Brother (2011) Our Idiot Brother
Originaltitel: Our Idiot Brother
90 Minuten - FSK: ohne Altersbeschränkung
Blu-ray / Kinostart: 17.05.2012
The Big Bang (2011) The Big Bang
Originaltitel: The Big Bang
97 Minuten - FSK: ab 16 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 14.05.2012
spacer
spacerNÄCHSTE WOCHE NEU
Act of Valor (2012) Act of Valor
Originaltitel: Act of Valor
111 Minuten - FSK: ab 16 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 24.05.2012
Beyond the Front Line - Kampf um Karelien (2004) Beyond the Front Line - Kampf ...
Originaltitel: Framom främsta linjen
127 Minuten - FSK: ab 16 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 22.05.2012
Bloodsport - Supreme Champion (2010) Bloodsport - Supreme Champion
Originaltitel: Supreme Champion
84 Minuten - FSK: ab 18 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 24.05.2012
Chain Letter (2010) Chain Letter
Originaltitel: Chain Letter
81 Minuten - FSK: ab 18 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 25.05.2012
Exit Humanity (2011) Exit Humanity
Originaltitel: Exit Humanity
110 Minuten - FSK: ab 18 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 25.05.2012
Hara-Kiri: Death of a Samurai (2011) Hara-Kiri: Death of a Samurai
Originaltitel: Ichimei
126 Minuten - FSK: ab 16 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 22.05.2012
Komm, wir finden einen Schatz (2012) Komm, wir finden einen Schatz
Originaltitel: Komm, wir finden einen Schatz
74 Minuten - FSK: ohne Altersbeschränkung
Blu-ray / Kinostart: 24.05.2012
Men in Black 3 (2012) Men in Black 3
Originaltitel: Men in Black III
106 Minuten - FSK: ab 12 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 24.05.2012
Moonrise Kingdom (2012) Moonrise Kingdom
Originaltitel: Moonrise Kingdom
98 Minuten - FSK: ab 12 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 24.05.2012
Prisoners of War - My Way (2011) Prisoners of War - My Way
Originaltitel: Mai wei
137 Minuten - FSK: ab 16 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 25.05.2012
Revenge - Sympathy For The Devil (2010) Revenge - Sympathy For The Dev...
Originaltitel: Fuk sau che chi sei
78 Minuten - FSK: ab 18 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 25.05.2012
Sweet Karma - A Dominatrix Story (2010) Sweet Karma - A Dominatrix Sto...
Originaltitel: Justify
76 Minuten - FSK: ab 18 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 25.05.2012
The Human Centipede - Der menschliche Tausendfüssler (2009) The Human Centipede - Der mens...
Originaltitel: The Human Centipede (First Sequence)
90 Minuten - FSK: ab 18 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 25.05.2012
Wer`s glaubt, wird selig - Salvation Boulevard (2011) Wer`s glaubt, wird selig - Sal...
Originaltitel: Salvation Boulevard
96 Minuten - FSK: ab 12 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 25.05.2012
White Vengeance - Kampf um die Qin-Dynastie (2011) White Vengeance - Kampf um die...
Originaltitel: White Vengeance
138 Minuten - FSK: ab 16 Jahren
Blu-ray / Kinostart: 25.05.2012
spacer
spacerCOMING SOON
Woody Allen: A Documentary (2011) Woody Allen: A Documentary
Originaltitel: Woody Allen: A Documentary
Blu-ray / Kinostart: 05.07.2012
Star Trek 2 (2013) Star Trek 2
Originaltitel: Star Trek 2
Blu-ray / Kinostart: 16.05.2013
Der Lorax (2012) Der Lorax
Originaltitel: Dr. Seuss` The Lorax
Blu-ray / Kinostart: 19.07.2012
Here Comes the Boom (2012) Here Comes the Boom
Originaltitel: Here Comes the Boom
Blu-ray / Kinostart: 08.11.2012
Wuji - Die Meister des Schwertes (2010) Wuji - Die Meister des Schwert...
Originaltitel: Zhao shi gu er
Blu-ray / Kinostart: 29.06.2012
Resident Evil: Retribution (2012) Resident Evil: Retribution
Originaltitel: Resident Evil: Retribution
Blu-ray / Kinostart: 20.09.2012
spacer
spacerNEUE FILMMAG.DE USER
user Aleksander
user Pierrot Le Fou
user Junky
user Croud
user gt71
user MollocH
 
spacer
 
spacer