HOSTAGE - ENTFÜHRT
WIE IMMER...
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 19. MAI 2010.
Die Zeiten waren für Jeff Talley (Bruce Willis) auch schon mal besser. Einst war er bei der Police in Los Angeles zuständig für Verhandlungen mit Geiselnehmern. Als eine Katastrophe eintritt, quittiert er den Dienst. Er wird Polizeichef in einer US-Kleinstadt. Als eines Tages drei Jugendliche eine Familie observieren, in ihre Villa eindringen, um ein Auto zu klauen, gerät die Situation außer Kontrolle. Das Blatt wendet sich jäh, zumal die Kids ihre Situation und die der Bewohner total falsch eingeschätzt haben. Durch die in der Villa installierten Sicherheitsvorkehrungen, gibt es kein vorwärts- und kein Zurück mehr. Die Jugendlichen nehmen ihre Opfer als Geisel, fordern Lösegeld und einen Abzug mit einem Hubschrauber- ein Fall für Jeff Talley. Er soll mit den Geiselnehmern verhandeln. Zusätzlich wird die Situation noch dadurch erschwert, dass Gangster seine Frau und die Tochter entführen, um an eine DVD mit brisanten Daten, die der Mann der Villa, Mr. Smith (Kevin Pollak) in seinem Besitz hat, zu kommen. Jeff soll diese für sie abgreifen, damit Frau und Tochter wieder frei kommen. Jeff gerät nun in eine weitere Zwickmühle. Die Zeit eilt also.
„Hostage - Entführt“ (Regie: Florent Emilio Siri, 2005) ist eine Rückkehr von Willis in seine alten Fußstapfen. Der Film ist ein Actionreißer von der Stange und bietet vor allem viel Pyromanie und eine geballte Ladung Sprengsätze. Der gewaltbereite Film lässt natürlich keine Klischees aus, mit denen Willis aus „Die Hard“ bekannt wurde. So ist es auch hier: Eine gewisse Spannung wird im klaustrophobischen Sinne erzeugt: Die Villa, mit seinen zahlreichen Verstecken, Gängen, langen Fluren, Dachboden- und Geheimzugängen, Alarmanlagen und anderen Sicherheitsmaßnahmen, ist der Ort des Geschehens. Nachdem eine Polizistin ermordet wurde, stößt Jeff nun dazu.
Der Streifen entwickelt sich derweil zum bekannten Katz- und Mausspiel, wobei alle Protagonisten daran kräftig mit stricken. Vor allem ist es einer der psychopathischen Jugendlichen, der dieses Drama zusätzlich verschärft. Dementsprechend zielt der Film auch darauf ab, sich nun diesem konkreten Geschehen durch vielerlei Varianten zu widmen. Am Ende steht die Villa in Flammen, in die dann auch noch zusätzlich die Gangster eingedrungen sind, um die besagte DVD in ihren Besitz zu bringen, Willis erledigt sie in bekannter Art und Weise, die Jugendlichen kommen um bzw. bringen sich selbst gegenseitig um die Ecke, Frau und Tochter werden befreit- nichts Neues im Hause Willis also. Nur die Aneinanderreihung der bekannten Actionaufgüsse gibt es hier zu sehen- zum Einschlafen.
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