HUDSON HAWK - DER MEISTERDIEB
NOCH NIE WAR BRUCE WILLIS SO SCHLECHT
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 8. NOVEMBER 2010.
Aus dem Gefängnis entlassen, wird Eddie alias Hudson Hawk (Willis) bereits verfolgt. Für die Mafia soll er ein seltenes Reiterstandbild stehlen, das in seinem Innersten verborgene Teile eines Kristalls enthält, die zur Komplettierung einer Maschine, der sog. „Macchina Oro“ notwendig sind, um eine von Leonardo Da Vinci entwickelte Maschine zur Goldherstellung fertigzustellen.
Nun ist auch der Vatikan hinter diesen seltenen Stücken her, eine Gruppe vom Ex-CIA-Agenten und das Milliardärsehepaar Minerva und Darwin Mayflower. Hudson hat keine andere Möglichkeit als mitzuspielen. Er bricht in Museen und den Vatikan ein, lernt die schöne Dame Anna (Andie MacDowell) kennen und verliebt sich in sie. Beide machen sich daran, die Hintermänner der Verschwörung zu enttarnen. Auch sein bester Freund Tommi Five-Tone (Danny Aiello) ist an der Verschwörung beteiligt. Anna und Hudson werden gezwungen, das Kristall zusammenzusetzten. Die Folge eines absichtlichen und falschen Zusammenbaus ist, dass die Burg, in der das technisch aufwendige Experiment stattfinden soll, in die Luft fliegt. Anna und Hudson entkommen mit einem von Da Vinci entwickelten Fluggerät.
Bruce Willis ist kein Komödiant. Was hier zusammengestottert wird, spottet jeder Beschreibung. Das Sammelsurium aus bekannten Action- Krimi- und Panzerknacker-Filmen, ist wahrlich kein Genuss. Es gibt keinen Witz, keine Spannung und auch keine Parodie-Ideen, geschweige denn eine Umsetzung dieser.
Willis agiert ohne Charisma, ohne einen Funken Überzeugung und ohne den Willen, sich wirklich mit dem Drehbuch zu arrangieren. Erschwerend kommt hinzu, dass er nun selbst daran mitgearbeitet hatte und es ihm einfach nicht gelingt, auch nur annähernd aus dem Mix der Verschwörungstheorien, die diesem „Da Vinci Code“ zugrunde liegen, einen abendfüllenden Film zu machen.
Der Film floppte einst an den Kinokassen. In den USA soll er nur 17,2 Millionen US $ eingespielt haben. Die „Goldene Himbeere“ für den schlechtesten Regisseur (Michael Lehmann, Regie: 1991), das schlechteste Drehbuch und den schlechtesten Film, waren die Folgen.
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