THE HITCHER
DER HIGHWAYKILLER
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 25. JULI 2010.
„The Hitcher“ war im Original von 1986. Robert Harmon führte Regie. Dort ging es um die Überführung eines Autos von Chicago nach San Diego. Jim Halsey (C. Thomas Howell) steht die Müdigkeit ins Gesicht geschrieben. Er fährt quer durch die Wüste und hat Alpträume. Kurz vor dem Sekundenschlaf sieht er einen Anhalter auf der Straße, den er mitnehmen will. Er ahnt jedoch nicht, dass es sich hier um den Serienkiller John Ryder (Rutger Hauer) handelt, der beginnt, seine Spiele mit ihm zu treiben.
Die Fassung von 2007 (Regie: Dave Meyers) ist verändert. Der Serienkiller John Ryder (Sean Bean) mordet sich als Anhalter durch die Gegend. Schließlich trifft er auf dem Highway auf das Studentenpaar Grace (Sophia Bush) und Jim (Zachary Knighton). Der Terror beginnt- und alles endet im Blutrausch.
Nun ist der Highway im Film öfter der Ausgangspunkt für diese und ähnliche Bluttaten gewesen (vgl. etwa „Jeepers Creepers - Es ist angerichtet“ oder „Joyride – Spritztour“). Meistens war klar, was folgt. Die Spannungshöhepunkte waren zu zählen und die Dezimierung der Darsteller konnte an einer Hand abgezählt werden. Die 1986ger Fassung lebte indes von Rutger Hauer. Alleine ihm gelang es, bis in die Tiefen der Urängste vorzustoßen. Sonst war der Film eher ein Blutfilm mit der deutlichen Tendenz zu übertreiben.
Das Remake des Klassikers ist gar nicht gelungen. Die Logik ist dahin. Es gibt wenig Einfallsreichtum zu bestaunen. Der Spannungsbogen ist von vorgestern. Und die Bluttaten sind abstoßend. Selbst die Sehnsucht nach dem Tod, die die Killer vorgibt, gleicht einem Sandkastenspiel. Allerdings würde er gut in die Phalanx der heutigen Selbstmordattentäter passen, deren erklärtes Ziel es ist, so viele Menschen wie möglich mit in den Tod zu nehmen. |