WINTERSONNENWENDE - DIE JAGD NACH DEN SECHS ZEICHEN
DES LICHTS
UNTAUGLICH
Es ist kaum zu fassen, dass nach den Filmepen der letzten Jahre sich nun noch einmal ein Fantasyfilm bemüht, um die Gunst des Publikums zu buhlen. Wenn etwa abgegriffen ist, dann sind es diese Filme, die ihren Stoff auf dem Büchermarkt suchen, aus der Ramschecke der Vielschreiber, deren Namen genauso unbekannt sind wie Filmdarsteller aus irgendwelchen B-Movies.
Einer dieser Filme heißt „Wintersonnenwende- Die Jagd nach den sechs Zeichen des Licht“ (Regie: David L. Cunningham, 2007). Der 14. Geburtstag ist für Will Stanton (Alexander Ludwig) ein besonderer Tag. Er erfährt an diesem Tag, dass er auserwählt wurde, einen Kampf, der seit Jahrhunderten zwischen den Mächten der Dunkelheit und denen des Lichts tobt, zu entscheiden. Will muss es gelingen, dem Licht zum Sieg zu verhelfen, wenn nicht, dann wäre das Schicksal der Menschheit besiegelt. Die tumbe Story kreist nun um uralte Helfer, die mit ihm die Zeichen des Lichts finden wollen, um die Mächte der Dunkelheit in die Schranken zu weisen.
Will will Abenteuer, so könnte nun der Ablauf des Films bezeichnet werden. Aber diese „Abenteuer“ verpuffen schnell, da der gesamte Film abgekupfert erscheint. Auch in den Spezialeffekten ist er eher ein Abklatsch bekannter SF-Filme, in denen bombastisch zugelangt wird. Cunningham legt zudem einen Film vor, in dem die Darsteller so lustlos agieren, dass einem die Lust am Zuschauen schnell vergeht. Die völlig missratene Geschichte versprüht keinerlei Funken und entwickelt keinen Charme, irgendwo mitzureißen.
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 26. DEZEMBER 2010.
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