AMERICAN GRAFFITI
NETTER JUGENDFILM
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 19. SEPTEMBER 2010.
Zu „American Graffiti“ (Regie: George Lucas, 1973) gibt es eine nette deutsche Entsprechung. „Die Heartbreakers“ (Regie: Peter F. Bringmann, 1982) nannte sich der Film, der Mitte der 1960ger Jahre im Ruhrgebiet spielte. Im Mittelpunkt steht eine Amateurband, die es den Beatles und den Rolling Stones nacheifern will. Mit viel Oldie-Musik unterlegt, erzählte er aber auch behutsam und spannend viel über die ersten Annäherungen zum weiblichen Geschlecht. In einigen Dingen gleichen sich also „American Graffiti“ und „Die Heartbreaker“: Beide Filme zeichnet das Gefühl für die Situation aus. Dabei steht die Musik ebenso im Mittelpunkt wie die Tatsache, dass Jugendträume kommen und gehen. Was am Ende bleibt, ist hier wie dort der Umgang mit dem Erwachsenwerden.
In einer amerikanischen Kleinstadt durchleben einige Teenager eine Nacht des Jahres 1962. Ihre jugendlichen Träume lassen sie mit ihren Autos, in denen sie durch die Stadt fahren, wahr werden. Dabei treffen sie auf die unterschiedlichsten Charakter, aber auch auf nette Bräute, die sie begleiten.
Der Film hat viel von Nostalgie, ist zum Teil eine bittersüße Romanze und stellt noch das „heile“ Amerika zwischen Vietnamkrieg und gesellschaftlichem Umbruch dar. Es ist die Popmusik, die einen hier an den Ort der eigenen Vergangenheit zurückführt. Die Darsteller agieren sympathisch und man sieht sich mit Vergnügen „American Graffiti“ an. |