WRONG TURN 2: DEAD END
WÄHREND DER FILMSCHAU NICHT ESSEN
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 31. MAI 2010.
„Wrong Turn 2: Dead End“ (Regie: Joe Lynch, 2007) ist noch ekliger als der Vorgänger „Wrong Turn“ (Regie: Rob Schmidt, 2003). Wieder treiben Kannibalen in einem Waldstück ihr Unwesen, in das 6 Teilnehmer einer Überlebens-Reality-Fernsehshow geschickt werden, wo sie sich wie im „Dschungelcamp“ den neugierigen Blicken der Fernsehzuschauer ausgesetzt sehen. Gleichzeitig sollen sie ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen, zu überleben. Was sie nicht wissen: In ihrem Einzugsgebiet lebt eine Horde tumber Mörder.
Nach den ersten ekelerregenden Morden, führt die Spur alsbald zu dem Haus der Spezies. Was sich dort auftut, gehört mit zu den schlimmsten Sequenzen, die man im Film wohl je gesehen hat: Innereien, abgetrennte Köpfe und ausgerissene Herzen, lassen einen erschaudern. Eine Suppe aus Eingeweiden und Blut, die der Horde zum Fraß vorgesetzt wird, krönt das Ganze noch. Eine Zahnradmaschine dient zum totalen Abschlachten und Ausnehmen des menschlichen Körpers. Das Blut dieser wird in Eimern aufgefangen und getrunken.
Diese Melange aus Wahnsinn, Unsinn, übertriebenem Horror und würgenden Halskrämpfen, hat im Kino nichts verloren. Man fragt sich was diese Gräueltaten eigentlich für einen Sinn haben? Dass Filme dieser Machart die Medienwächter, die sonst jeden Busen im Fernsehen mit Argusaugen betrachten, nicht auf den Plan rufen, ist schier unverständlich. |