DIE LEGENDE VON AANG
AVATAR LÄSST GRÜSSEN
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 21. AUGUST 2010.
Wer ist der echte Avatar? Wer darf den Titel tragen? Wie man hört, soll es darum in Hollywood vor einigen Jahren einen heftigen Streit gegeben haben. Wie bekannt, setzte sich James Cameron durch. Unter der Hand wird geflüstert, dass es dabei um enorme Summen gegangen sein soll. Kein Wunder; denn das A und O aller Hollywoodproduktionen ist nun mal der Gewinn. Je mehr, desto besser. Und so wird sogleich eine ganze Schar von Rechtsanwälten bemüht, die das eigentliche Anliegen ihrer Mandanten mit Verve vertreten.
Nun gehört „Aang“ (Regie: M. Night Shyamalan), wenn vom obigen Streit einmal abgesehen wird, zu jenen Produktionen, die durchgefallen sind. Das liegt zum einen am Regisseur, der zum wiederholten Male zeigt, dass er es mit der Mystik, der Verklärungen und Beschwörungen hat, zum anderen an der Story selbst, die weit entfernt von jedweder Dynamik, Dramatik und Überzeugung ist.
In: „Die Legende von Aang“ (auch in 3D eine totale Enttäuschung), ein Fantasyfilm, geht es um die Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft, die wieder zu einer Einheit werden sollen. Die sog. Feuernation hat noch die Oberherrschaft und Aang und sein Anhang kämpft nun darum, die Dinge wieder zu richten und dem Guten zum Durchbruch zu verhelfen.
Der Film schleppt sich, er zieht sich in die Länge. Die Dialoge sind überflüssig, geschwollen und machen keinen Sinn. Die Darsteller sind aus dem Wachsfigurenkabinett und entwickeln keinerlei Gespür für ihren Auftrag, den Film nach außen hin glaubhaft zu vertreten. Sollte man allen Ernstes daran glauben wollen, dass weitere Teile folgen sollen? Offenbar sollen sie schon geplant sein. Da hilft nur: Verweigerung! |