STEP UP TO THE STREETS
STREET DANCE AUF ABWEGEN
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 1. JULI 2010.
Positiv in „Step Up to thee Streets“ (Regie: Jon Chu, 2008) sind einige Tanzeinlangen, auf die das ausgewählte Publikum, für das der Film wohl gemacht worden war, abfahren dürfte. Allerdings muss hinzu gesagt werden, dass die Choreographie doch sehr zu wünschen übrig lässt, was sich beim „Wasserspektakel“ zum Ende des Films deutlich herauskristallisiert. Nicht nur die Figuren agieren hier verschwommen, sondern auch der Durchblick im regennassen Baltimore fehlt wohl. Dass Briane Evigan (als Andie) ständig bauchnabelfei herumläuft, stört nicht sonderlich. Doch im Zeitraffer des Films, fällt auf, dass sie das offenbar zu jeder Jahreszeit tut. Die Aneinanderreihung von Szenenfolgen, die gleichzeitig auf vehemente Schwächen des Drehbuchs verweisen, signalisieren zudem, dass offenbar die Müdigkeit aus dem Vorgängerfilm „Step Up“ (2006) mitgeschleppt wurde.
Auf der Kunstschule in Maryland bekommt Andie West (Evigan)die Chance, Tanz zu studieren. Als Außenseiterin eckt sie zunächst überall an. Als sie einige aus ihrer Tanzgruppe dazu gewinnen kann, an einem Untergrund-Tanzwettbewerb - „The Streets“- teilzunehmen, wendet sich das Blatt.
Daraufhin will der Schuldirektor Blake Collins (Will Kemp) sie aus der Schule werfen. Dann verliert sie ihr Herz noch an dem Schulliebling Chase (Robert Hoffmann), der sie zu dem Tanzwettbewerb auf den Straßen animiert. Doch spätestens im strömenden Regen ist Blake Collins von Andies Qualitäten überzeugt.
Der Tanzfilm ist von der Story her schlecht. Die Darsteller agieren blass und wollen nicht zünden. Das mag daran liegen, dass der Ort der Handlung primär die Schule ist, die allein schon vom Anbieten her nicht viele Möglichkeiten gut zu schauspielern zulässt.
Man bekommt auch den Eindruck, dass es eher darum geht, die Tanzeinlagen in die Handlung, ohne Bindung ans Geschehen, einzuweben. Man könnte sogar sagen, dass es hier zwei getrennte Filme gibt, die sich einander ergänzen wollen, aber nicht können.
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