17 AGAIN
EIN JUNGES ALTERSWERK
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 31. MAI 2009.
Er sieht aus wie Thomas Godoj, Mike (Zac Efron) ist ein junger Aufsteiger, Basketballer, Schwarm der Mädchen, High School Schüler. Vor einem entscheidenden Basketballspiel, erfährt er, dass seine Freundin Scarlet (Leslie Mann) schwanger ist. Er wirft hin. Rund 20 Jahre später ist seine Zeit vorbei. Mike (als Mitdreißiger Matthew Perry) versucht seine Ehe zu retten. Doch die ist schon längst dahin. Er erhält eine Chance, es noch einmal zu versuchen, um als 17-jähriger 2009 seine Jugend noch einmal zu erleben und um Scarlet zurückzugewinnen. Er lässt sich über seinen Freund Ned (Thomas Lennon) neu einschulen. Das Spiel kann beginnen.
Nun ist diese Zeitreise mit Körperverwandlung nichts Neues im Kino. Die „Zurück in die Zukunft“ Trilogie (1985-1990) hat sich ausgiebig dieser Frage zugewandt. Aber etwa auch „Star Trek“ könnte angeführt werden, um auf die krude Konstruktion des Films zu verweisen. Bei diesen Zeitreisen mit Gegenwartsbezug, sticht immer wieder der Versuch hervor, mit dem Bewusstsein eines Älteren (alle) Probleme lösen zu wollen. Auf Biegen und Brechen sollen Fehler der Vergangenheit ausgeräumt werden, um so in eine neue Identität hineinzuschlüpfen.
Der Haken an diesen Geschichten besteht darin, dass die Irritationen, mit denen diese Filme schwanger gehen, in einem wahren Rausch von Moralitäten und Werten bestehen, an deren Ende der Geläuterte steht. Auf dieser Ebene kann Mike mit seiner eigenen Frau flirten und seiner Tochter Avancen machen. Spaßig ist das nicht, weil abzusehen ist, dass alles wieder gut wird. Dazwischen liegen laue Gags und Ausflüge zu Monty Pythons. Das junge Alterswerk reiht sich in jene Sommerkomödien ein, die alles versprechen, aber nichts halten.
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