KINDSKÖPFE
PLATTER GEHT; S NIMMER
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 6. AUGUST 2010.
Als ihr ehemaliger Basketball-Lehre verstirbt, treffen sich fünf Freunde (Adam Sandler, Kevin James, Chris Rock, David Spade und Rob Schneider) auf der Beerdigung nach Jahren wieder. Zusammen mit ihren Frauen (u. a. Salma Hayek) und den Kindern verbringen sie ein Wochenende in jener Gegend, in der sie aufgewachsen sind.
Willkommen im Club! Erwachsene Männer werden als Teenager vorgestellt. Was die Tiefenpsychologie wohl dazu sagen würde? Es scheint so zu sein, dass mit aller Macht der Farce, dass in Männern Kinder stecken können, zum Durchbruch verholfen werden soll. Immer wieder werden abgestandene Gags produziert, die einem zunehmen übel aufstoßen. Wenn etwa einer dieser „Kindsköpfe“ sich mit einem Seil zu einem See schwingt und es nicht loslassen kann, dann mit Macht vor einen Baum knallt und die halbe Mannschaft sich halbtot lacht, dann ist das einfach Blödsinn und unterste Schiene.
In diesem Stil geht es weiter. Ob eine Blondine sich in Hotpants an dem Motor ihres Wagens zu schaffen macht und alle Kerle auf ihren Hintern starren, eine Wasserrutsche in einem Freibad bemüht wird, oder ein 48-monatiges „Baby“ an den Brüsten seiner Mutter saugt, stets ist diese infantile Haltung für den Zuschauer mehr als quälend. Die humoristischen Erzählungen mit abgestandenen Slapsticks und Fäkalienwitzen, spiegeln auch den Trend der diesjährigen „Sommerkomödien“ wider: Die Resultate dieser sind desaströs und enttäuschend.
Man sollte sich davor hüten, den Film im Sinne der Psychologie zu interpretieren. Er verpufft sehr schnell zu einem Stück aus der Mottenkiste Hollywoods. Hier wird versucht, dem Witz auf die Beine zu helfen, jedoch sind die „Kindsköpfe“ (Regie: Dennis Dugan) weder spaßig, noch originell. Der Film ist träge und müde, kurz: Lächerlich! |