TRANSFORMERS 3 - DARK OF THE MOON
MASSENSCHLACHTEN INKLUSIV
Die Blockbuster der jüngsten Zeit sind Ganzkörpermassaker geworden. Ein Film wie „Transformers 3“ ist völlig unnötig und deplatziert. Die Spielmacher in Person: Michael Bay (Regie) und Steven Spielberg als ausführender Produzent, haben ein neues Roboterspektakel mit Außerirdischen inszeniert, das zu einer der größten Materialschlachten der jüngsten Zeit avanciert.
Die animierten Computer Trickeffekte sind noch nicht mal zum Staunen, da man alles eigentlich schon aus den Vorgängerfilmen kennt. In Ekstase kann das niemanden mehr versetzen. Die Produktionskosten des Films sollen sich auf 350 Millionen US Dollar eingependelt haben, und man muss sagen, dass der Film keinen dieser Dollar wert ist.
In Teil 3 kommt die Effektlawine des Zusammenklappbaren wie ein Rollkommando daher. Der Film ist ohrenbetäubender Krach, die Story abgehalftert und die Blechbüchsen, die Furcht des Schreckens sein sollen, ringen einem noch nicht einmal ein müdes Lächeln ab.
Es geht wiederum um die Autobots und die Decepticons. Rückblende: Mondlandung der USA 1969. Alles war ganz anders. Es gibt sogar Verschwörungstheoretiker, die behaupten, sie, die Mondlandung, habe nie stattgefunden. Apollo 11 hatte einen geheimen Auftrag. 40 Jahre später lösen Mitbringsel von damals eine kleine Revolution aus. Der planetarische Eroberungskrieg ist nicht mehr aufzuhalten. Und die Geheimdienste haben allesamt versagt, so erfährt man. Die Decepticons wollen die Erde erobern und die Autobots endgültig vernichten. Nun muss wieder die Welt gerettet werden.
Ein Verteidigungsplan muss her. Shia LaBeouf (als Sam Witwicky) darf mit Rosie Huntington - Whiteley (als Carly Miller) flirten, sich mit Patrick Dempsey (als Dylan Gould) prügeln, mit John Turturro (als Agent Seymour Simmons) und Josh Duhamel (als Lt. Colonel William Lennox) eine Strategie für den Kampf entwerfen; denn die Decepticons schicken sich an, Chicago den Garaus zu machen.
Michael Bay schafft es nicht mehr, etwas anderes zu machen. Immer wieder dumme Materialschlachten ohne Sinn. Schon penetrant erscheint der Versuch, es den US-Streitkräften auf ihren Schlachtfeldern im Film gleichzutun. Die digitalisierten Bilder scheinen nur noch eines zu können: Sich selbst zu zerfetzen, damit sie irgendwann in einem noch aufgedonnerten Design am Horizont neu entstehen können. Es gibt nichts, was an diesem Film sympathisch ist. Mögen die Dosen als Spielzeugfiguren endlich ihre Ruhe finden.
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 1. JULI 2011. |