PLAN B FÜR DIE LIEBE
DAS GELD FÜR DIE KINOKARTE LIEBER SPENDEN
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 15. MAI 2010.
Jennifer Lopez (als Zoe) ist nicht nur eine schlechte Sängerin, sie ist auch eine schlechte Schauspielerin. Man erlebt das immer wieder, dass sog. „Gesangstars“ einen Abstecher ins Schauspielfach machen. Lopez, die schon mit vielen Filmen durchgefallen ist (etwa: „Genug“, Regie: Michael Apted, 2002; „Darf ich bitten?“, Regie: Peter Chelsom, 2004; oder „Schwiegermonster“, Regie: Robert Luketic, 2005), versucht es dennoch immer wieder.
In „Plan B für die Liebe“ (Regie: Alan Poul) hat sie wiederum keinen Plan. Hier geht es mal wieder um eine Schwangerschaft. Die Frau will unbedingt schwanger werden. Und tatsächlich passiert das dann auch durch eine künstliche Befruchtung. Sie erwartet Zwillinge. Und lernt so nebenbei ihren Traummann Stan (Alex O;Loughlin) kennen, dem sie jedoch klar machen muss, dass sie Kinder erwartet, die nicht von ihm sind.
Eigentlich ist die Filmbeschreibung ausreichend. Eine tiefergehende Filmkritik würde das gesamte Geseiche noch zusätzlich aufwerten. Dennoch: Was hier abgeliefert wird, spottet jeder Beschreibung. Sagen wir es kurz: Das Komödien-Klischee vereint sich prächtig mit den bekannten Schwangerschafts-Klischees, die mit dummer Schauspielkunst der auftretenden Schwangerschaftsgruppe einhergehen: Da werden vaginale Veränderungen debattiert die mit trommelnder Performance untermalt werden, da wir gefressen was der Tisch hergibt- inklusive einer schreienden Geburt in einem Kinderplanschbecken.
Die alternativen Mütter könnten sogar den ausgehenden 1970ger Jahren entstammen, wo es den Alternativen, den Grünen und den Bunten vorbehalten war, diese Reime zu spinnen- frei nach dem Motto: „Wir fühlen uns nicht bürgerlich und auch nicht proletarisch!“ „Plan B für die Liebe“ ist ein ausgesprochen schlechter Film, der mit Belanglosigkeiten und schalen Witzen von der Stange nur so gespickt ist. Er sollte schleunigst vergessen werden. Frau Lopez allerdings auch. |