ICH - EINFACH UNVERBESSERLICH
UMWERFEND SCHÖN
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 1. OKTOBER 2010.
Was sollte man über „Ich-Einfach Unverbesserlich“ (Regie: Pierre Coffin) sagen? Der Films ist einfach umwerfend schön. Chef des Films ist Gru und seine „Minions“. Gru ist „böse“, was aber nicht so ganz ernst zu nehmen ist. Gru zersticht gerne den Kindern Luftballons und wünscht auch dem Nachbarshund, dass er ins Gras beißen möchte. Aber das jemand die Cheopspyramide stehen will, kann er nicht verwinden. So beschließt er, den Mond vom Himmel zu holen.
Der Film ist das Beste, was zurzeit an 3D-Animationen zu sehen ist. Und möglicherweise die Quintessenz aus: „Toy Story“, „Wall-E“, „Shrek“, „Ice-Age“ „Oben“ und „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“. Die Charaktere sind einfach rührend und Coffin zeigt, dass es in Zeiten des Überangebots mit Animationen gelingen kann, tatsächlich zu erfreuen.
Gru zur Seite steht die Rasselbande „Minions“. Die Kapselfiguren mit ihren stets lustigen Einfällen, lassen den Meister manchmal aus der Haut fahren. Zusätzlich erfährt Gru Unterstützung von Doktor Nefario. Ihnen steht der gefürchtete Vector gegenüber, der den Schrumpfstrahler geklaut hat, mit dem Gru den Mond einfangen wollte. Gru will ihn also zurückerobern. Und ihm fällt dabei viel ein: Er adoptiert drei kleine Waisenmädchen, die dem Konkurrenten Kokoskekse verkaufen um an den Strahler zu kommen.
Nun geht es Schlag auf Schlag. Auf zum Mond! Man sieht Piranha-Pistolen und Boogie-Roboter, eine Achterbahnfahrt, die es in sich hat und exzellente Verfolgungsjagden hoch über den Wolken. Geglückt ist vor allem Gru und die Synchronisation (Oliver Rohrbeck). Der Russenakzent passt zu Gru wie die berühmte Faust aufs Auge. Jan Delay (als Vector) kann ihm zwar nicht das Wasser reichen, aber er bemüht sich.
Neben Gru sind die Stars des Films die „Minions“, die ohne Pause schuften. sie hat man sofort ins Herz geschlossen. Sie sind einfach niedlich. Rundherum ist der Film mehr als geglückt. Es macht einfach Spaß, zuzusehen. |