IM FEUER
WENIG REALISMUS
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 6. JULI 2010.
„Im Feuer“ (Regie: Jay Russel, 2004) ist die Geschichte eines jungen Feuerwehrmanns, der während eines Einsatzes in einem Zimmer vom Feuer eingeschlossen wird. Während seine Kollegen, u. a. Chief Kennedy (John Travolta), versuchen, ihn zu retten, lässt dieser sein Leben Revue passieren.
„Im Feuer“ knüpft an zahlreiche andere Dramen an an, etwa: „Flammendes Inferno“ (1974), „Backdraft - Männer, die durchs Feuer gehen“ (1991), „Frequency“ (2000), „World Trade Center“ (m. E., 2006), „Das Inferno - Flammen über Berlin“ (2007) oder „Fireproof“ (2008).
Die meisten „Feuerwehrfilme“ zeigen wenig Realismus. Und haben kaum etwas mit den Vorschriften zu tun, die bei der Brandbekämpfung unbedingt einzuhalten sind. Dafür ist viel Action angesagt.
In der Regel werden hier die Feuerwehrleute heldenhaft, mit einer geradezu pathetischen Verehrung dargestellt. Die Filme aus dem Feuerwehrdienst sind stets emotional und unterliegen einer gewissen Manipulation, der man sich als Zuschauer kaum entziehen kann.
So auch in diesem Film. Das Melodrama rührt zwar an, ist aber im Kern mit einer Heldendramaturgie unterlegt. So ist die Selbstaufgabe sicherlich kein Hintergrund, um die Arbeit der Feuerwehr- bzw. der Feuerwehrmänner korrekt zu beurteilen.
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