BEILIGHT - BIS ZUM ABENDBROT
EINE VERDAMMT SCHLECHTE SATIRE
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 10. SEPTEMBER 2010.
Schon wieder ein Vampirfilm, schon wieder eine Satire und schon wieder eine verdammt schlechte. „Beilight“ (Regie: Jason Friedberg ) versteht sich als Persiflage auf die „Twilight“-Saga. Und will den modernisierten Vampirfilm verulken. Dabei herausgekommen ist eine der dümmsten Parodien, die es vielleicht in den letzten 10-20 Jahren gegeben hat.
Die Figuren aus der Saga werden hier zu Witzfiguren, deren erklärtes Ziel es ist, das Publikum zum Lachen zu bringen. Doch weit gefehlt: Wer sich amüsieren will, der lacht Hollywood zum Munde. Wer nicht lachen möchte, der darf sich dagegen im Kino an denjenigen erfreuen, die es vor lauter Schenkelklopfen nicht mehr aushalten. So kommen tatsächlich, mehr unfreiwillig, die stummen Zuschauer auf ihre Kosten.
Der Reihe nach: Aus Bella ist Becca (Jenn Proske) geworden, aus den Cullens die Sullens und Jacob ist nun „Withe“ statt „Black“ mit Nachnamen. Soll das etwa witzig sein? Ansonsten pendelt der Film stets zwischen infantilem Humor und ätzender schlechter Parodistik.
Der Brachial-Schinken ist einfallslos und kommt ziemlich peinlich daher. Die Gags sind aus der Mottenkiste hervorgeholt worden und die Darsteller verstehen es nicht, gute Witze abzuliefern.
So kommt es, wie es kommen muss: Der Film bricht an seinem Vorhaben, parodieren zu wollen, in sich zusammen. Wenn Leute in Autotüren laufen, sich gegenseitig in die Genitalien treten und/oder hinter Katzen herlaufen, wenn Vampire zu Boygroups werden und Frank Crane (Diedrich Bader), Beccas Vater, einen Boxkampf mit einem Rollstuhlfahrer ausfechtet, dann sieht man das zwar, aber versteht es nicht. Der Film, Sorry, ist einfach Schrott. Besser ist es, sich Marty Feldman in seinem Film: „Young Frankenstein“ von 1974 anzusehen. |