GIGANTEN
HERVORRAGEND UND SEHR SEHENSWERT
„Giganten” basiert auf dem gleichnamigen Roman von Edna Ferber. Bick Benedict (Rock Hudson) spielt einen texanischen Viehbaron, der eine Maryland-Schönheit heiratet, Leslie (Elizabeth Taylor). Bicks Schwester hat Jett Rink (James Dean) ein Stück Land vermacht. Dort findet er Öl und wird reich. Doch sein Privatleben besteht aus einer einzigen Enttäuschung. Leslie ist die Frau, die er begehrt. Da er sie nicht bekommen kann, verfällt er dem Alkohol. Bick und Leslie werden älter. Sie machen sich Gedanken darüber, wer die Ranch nach ihrem Tod weiterführen kann. Die Tochter Luz (Carroll Baker) soll sie übernehmen, aber Leslie spricht sich dagegen aus. Es kommt hinzu, dass der Sohn Jordan (Dennis Hopper) eine Latina geheiratet hat und Arzt geworden ist. Später findet sich alles für Bick und Leslie.
„Giganten“ (Regie: George Stevens, 1956) hatte über 3 Stunden Spielzeit. Und war damit der längste Hollywood-Film der 1950er Jahre. Alle Darsteller agierten hervorragend. Vor allem gelang es James Dean, dem Film seinen Stempel aufzudrücken. Dean verunglückte kurz nach Beendigung der Dreharbeiten bei einem Autounfall tödlich. Stevens gelang es, die unendliche Weite der texanischen Landschaft perfekt ins Bild zu setzen. Zudem werden Rassen- und Klassenunterschiede problematisiert, was als Novum im Hollywoodfilm zu dieser Zeit galt.
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 20. NOVEMBER 2011. |