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spacerKill Bill: Volume 1 (2003)
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Kill Bill: Volume 1 Filmposter
Originaltitel: Kill Bill: Volume 1
Regie: Quentin Tarantino
Laufzeit: 110 Minuten
FSK-Freigabe: ab 18 Jahren
Starttermin D: 16.10.2003
Starttermin US: 10.10.2003
Budget: 55.000.000 $
Produktionsländer: noch nicht bekannt
Genre: Martial-Arts

8.24 von 10 Filmklappen
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Eingetragen von Egger - 16.01.2004
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spacerFILMKRITIK
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spacerMalick | Filmkritik wurde am Mittwoch, 22. Oktober 2003 eingereicht

Nach Quentin Tarantino`s letzten Film "Jackie Brown" mussten die Fans satte sechs Jahre auf seinen neuen Film "Kill Bill" warten. Doch hat sich das Warten gelohnt? Ich mache eine "Strichliste": <br> Die Story: <br> Die Handlung ist nicht wirklich neu und auch nicht sehr innovativ, aber was Regie-As Quentin Tarantino daraus gemacht hat ist auf jeden Fall mehr als sehenswert. Schon zu Beginn des Films merkt man sofort, der Regisseur ist ein großer Fan des Eastern-Genres und so klaut er hier und da was das Zeug hält. (Übrigens sagte Herr Tarantino in einem Interview, dass er seine ganzen Werke von seinen Lieblingsfilmen geklaut hat) So startet der Film mit einer klassischen Studio-Grafik im Stile alter japanischen Filme. Außerdem benutzt er altmodische Kameraeffekte und Bildtönungen um Gegner einzuleiten und es ertönt ein schriller Ton wie Sirenen. Was mich ganz besonders gewundert hat ist, dass er 7-10 Minuten lang eine Rückblende im Anime-Stil (japanische Zeichentrickfilme) einfügte. Was sicherlich nicht jedermanns Geschmack ist, aber besonders innovativ wirkte. Was mich nicht wunderte war die Tatsache, dass der Film eine immense Fülle an Brutalitäten beinhaltete, die schon beinahe Effekte wie aus Splatter-Streifen glichen. Also es ist bestimmt nicht jedermanns Sache zu sehen wie einem der Kopf mit einem Samurai-Schwert abgeschlagen wird und danach eine Fontäne Blut aus dem Hals spritzt. Und das war nur ein Beispiel. Deshalb eine Warnung an zartebeseitete mit einem empfindlichen Magen: Nicht ins Kino gehen oder 5 Stunden vorher rein garnichts essen geschweige denn alkoholisches Trinken. Doch für die Sorte, die solche Effekte nichts ausmachen, weil sie klassische Eastern- oder Zombiesplatterfilme mögen, spreche ich besonders eine Empfehlung aus. Die Szenen sind natürlich derart übertrieben, dass blöderweise ein Teil eines Kampfes in schwarz-weiß gehüllt wurde um das Blut zu "verdecken" (nur den Japanern ist es vorbehalten auch diese Szenen unzensiert zu sehen), dass man selber Schuld ist, wenn man sie Ernst nimmt. <br> Die Charaktere: <br> Viele bekannte Gesichter wie Uma Thurman, Daryl Hannah, Michael Madsen ("Reservoir Dogs"), Lucy Liu und David Carradine alias Bill - den man aber im ersten Teil nicht zu Gesucht bekommt - machen den Film nochmal doppelt interessant. Besonders Uma Thurman, die ebenfalls der Star in Tarantino`s Kultiflm "Pulp Ficiton" bewies ihr außerordentliches Talent sowie in Kampf als auch in mehr oder weniger dramatischen Szenen. Uns eher unbekannte, aber in Japan als Stars geltende, Darsteller gaben dem Film mit ihren langen japanischen Dialogen einen besonderen Touch der im Kino seit langem nicht mehr zu sehen war. Dass viele der Nebendarsteller als Objekte benutzt wurden, um ihnen künstlich die Gliedmaßen abzuschlagen, sticht besonders in einer Szene raus, die wie schon gesagt schwarz-weiß gehalten wurde. <br> Die Dialoge: <br> Manche werden sie als krank, pervers und widerlich abstoßend empfinden - und das sind die sicherlich auch - aber wenn man einsieht, dass davon nichts aber auch garnichts auf gar keinen Fall ernst genommen werden darf, stellen sich diese Dialoge als besonders gelungener, ironischer Witz dar. Dass das Wort "F*ck" nicht Zehntausendmal verwendet wurde, wie es in "Pulp Ficiton", "Jackie Brown" und besonders in "Reservoir Dogs" der Fall war, bemerkte man schnell, aber es machte es zerstörte den Tarantino-Erzählstil keinesfalls. Der eine Teil der Kinogänger wird sagen "Mein Gott, war das ein bescheuerter Film. Nervend und ohne Hirn und Verstand". Doch der andere Teil wird sagen "Das innovativste was seit Langem im Kino zu sehen war. Künstlerisch beeindruckend und talentiert in Szene gesetzt". Ich gehöre zu den Leuten des zweiten Eindrucks. Natürlich bemerkt man sofort, dass viel Geklaut wurde und Klischees aus japanischen und chinesischen Filmen an der Tagesordnung stehen, aber ist das wirklich so schlimm? Ich denke kaum, besonders nicht wenn der Film so gut gelungen ist und positiv überrascht. Der Streifen trifft bestimmt nicht den Geschmack Aller, weil sie entweder Tarantino`s Werke nicht mögen und auf übertriebene Gewalt in Filmen verzichten möchten oder Easternfilme sie überhaupt nicht anspricht. Denen möchte ich gerne auf den Weg geben: Macht einen großen Bogen um den Kinosaal der "Kill Bill" zeigt. Für alle Andern heißt es: Ab ins Kino und jede Minute der Kunst genießen! Um meine Frage nochmal aufzugreifen, ob sich die sechsjährige Wartezeit gelohnt hat: 100%ig. Meiner Meinung nach der beste aller Tarantino Filme!

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