MONDO CANNIBALE
KOMMENTAR
Von „Mondo Cannibale“ gibt es drei Folgen. In der ersten (1972) gerät ein englischer Journalist in Nordthailand in die Hände eines primitiven Dschungelstamms. Wie in „Ein Mann, den sie Pferd nannten“ (1969 mit Richard Harris, Teil 2: 1976; Teil 3: 1981), wird er dort integriert. Und verzichtet darauf, in seine Welt zurückzukehren. Der Film will seine Faszination aus dem „Kannibalismus“ ziehen, bleibt aber über weite Strecken den Schockelementen dieser Art von Filmen treu. Vieles erinnert zudem an die ersten Horrorschocker, die ja auch stets ihnen spielten.
Teil 2 von „Mondo Cannibale - Der Vogelmensch“ war von 1976. Augenscheinlich wurden hier die ekelhaften und scheußlichen Szenen auf die Spitze getrieben. Ein Amerikaner wird von den Kannibalen in einem Käfig gehalten - daher „Vogelmensch“.
Teil 3 war von 1980: „Mondo Cannibale - Die blonde Göttin der Kannibalen“. Studenten für Völkerkunde dringen in den Dschungel von Papua-Neuguinea vor. Sie wollen den Beweis erbringen, dass dort in der Abgeschiedenheit noch Menschen auf steinzeitliche Weise ihr Dasein fristen. Der Film, der durchgehend mit einer „Eingeweideschau“ daherkommt, gehört in die Kategorie: Zum Übergeben!
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 1. AUGUST 2011.