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spacerThe Day After Tomorrow
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The Day After Tomorrow Filmposter
Originaltitel: The Day After Tomorrow
Produktionsjahr: 2004
Regie: Roland Emmerich
Laufzeit: 123 Minuten
FSK-Freigabe: ab 12 Jahren
Starttermin D: 27.05.2004
Starttermin US: 28.05.2004
Budget: 100.000.000 $
Produktionsländer: USA
Genre: Drama, Science-Fiction

7.6 von 10 Filmklappen
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Eingetragen von Egger - 16.01.2004
WEITERE INFOS ZUM FILM
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Die Welt steht am Abgrund:
Plötzliche Wetterveränderungen bringen Tornados und Flutwellen in Großstädte der Erde und verwüsten ganze Regionen. Ein Klimatologe (Dennis Quaid) entdeckt, dass eine weitere Eiszeit bevorsteht. Desweiteren kämpfen sein Sohn (Jake Gyllenhaal) und seine Freunde in New York um ihr Überleben...

spacerSCHAUSPIELER/INNEN UND IHRE ROLLEN
Bild von Dennis Quaid
Dennis Quaid
als Professor Jack Hall
Bild von Jake Gyllenhaal
Jake Gyllenhaal
als Sam Hall
Bild von Emmy Rossum
Emmy Rossum
als Laura
Bild von Sela Ward
Sela Ward
als Dr. Lucy Hall
Bild von Arjay Smith
Arjay Smith
als Bryan Parks
Bild von Tamlyn Tomita
Tamlyn Tomita
als Janet
Bild von Austin Nichols
Austin Nichols
als J.D.
Bild von Ian Holm
Ian Holm
als Terry Rapson
spacerREGIE UND CREW
Regisseur : Roland Emmerich
Drehbuchautor : Roland Emmerich
Drehbuchautor : Jeffrey Nachmanoff
ausführende Produzentin : Ute Emmerich
ausführende Produzentin : Stephanie Germain
Produzent : Mark Gordon (II)
Produzent : Roland Emmerich
Originalmusik : Harald Kloser
Kamerafrau : Anna Foerster
Kameramann : Ueli Steiger
Schnitt : David Brenner
Szenenbild : Barry Chusid
Kostüme : Renée April
Kostüme : Matthew Jerome
spacerFILMKOMMENTARE
Didi
geschrieben am 08.12.2005 - 13:47 Uhr

 
GEDANKEN ZU "THE DAY AFTER TOMORROW", ODER: WER IM ÖKONOMISCHEN GLASHAUS SITZT, SOLLTE NICHT MIT ÖKOLOGISCHEN STEINEN WERFEN
von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 8. DEZEMBER 2005.
 
 
„Überall in den Labors der Welt brennt noch Licht, bei Bayer, Hoechst, Schering, BASF, Dow Chemicals  beugen sich junge gutaussehende Wissenschaftler über ihre Zellkulturen. Sie lösen das Band der Erbsubstanz, der DNS, bestimmen die Träger der vererbbaren Eigenschaften bei Tieren und Menschen, setzen diese Bausteine neu zusammen- und irgendwann schenkt dann der Führer den Klonen eine
Stadt.“ (1) Wer kennt ihn nicht, den alten Song von EXTRABREIT, der utopisch-visionär das „Chromosomengleiche“ und „eine Stadt für uns allein“ beschrieb.
Es geht uns schlecht, das wäre so etwa wie die Quintessenz einer Gesellschaft ohne Gedächtnis, ohne Substanz und ohne eigenen Willen: „Deep in der heart of der Viertes Reiches... wir wachsen heran, Chromosomengleich“. Das Labor, der  Treibhauseffekt hat uns gepackt, und mit allerhand Fakten könnten gewiefte Analytiker die grollende Botschaft der Gruppe um Kai HAWAII interpretieren. Sie könnten sagen: von Hiroshima, Nagasaki bis Tschernobyl, (2) von ORWELLs „1984“ is Stanley KUBRICKs „20001“ (3) vom Umweltreport des Club of Rome „Global 2000“ bis zu den Naturszenarien von Green - Peace und den Bevölkerungsexplosionen der Vereinten Nationen - alles steuert auf das Ende hin, selbst die Arbeit wird uns ausgehen, worauf jüngst Orio GIARINI/Patrick M. LIEDTKE verwiesen (4) haben.
 
Viele dieser Legenden hören sich plausibel an, und eigentlich sind sie es auch, weil irgendeine Form der Umwälzung auf die Menschheit zukommt, die zwar in groben Umrissen erahnt werden könnte, aber nicht in der Gänze vorhersehbar sind.
Das ist m. E. eine Motivation, Daten durch ihre stake Überzogenheit unwillentlich zu verfälschen, um oftmals unbewusste Resultate zu erzielen. Glaubt man der seriösen Wissenschaftlichkeit, dann gibt es tatsächlich die Möglichkeit, dass wir die Letzten unserer Art sein könnten. Schon malen Wissenschaftler das Menetekel an die Wand: Treibhauskiller und Ozonloch, Hurrikans und meterhohe Flutwellen- behalten sie recht wird uns in 100 Jahren der Garaus gemacht.
 
1985 hatte der Publizist Franz ALT in einem Vorwort des Buches von EHRLICH/SAGEN „Die Nukleare Nacht“ geschrieben: „Dies ist ein Buch des Grauens und ein Buch der Hoffnung. Hier wird kühl und sachlich die jederzeit mögliche große Katastrophe der Menschheitsgeschichte geschildert. Was sie hier lesen, kann uns alle in wenigen Minuten treffen: Der Anfang vom Ende allen Lebens.“(5) Die Realität dieser Worte wurde durch das Bersten eines Atomreaktors in Tschernobyl 1986 schneller eingeholt, als manche es für möglich gehalten hatten. Die Apokalyptiker heben mahnend den Finger; denn sie hätten alles schon vorher gewusst und verweisen auf die „Offenbarung des Johannes“, wo es diesem Apokalypsenklassiker folgend, heißt: „Und  es entstanden Donnerschläge und Stimmen und Blitze und ein Erdbeben... da entstand Hagel und Feuer, mit Blut vermischt, und wurde auf die Erde geworfen; und der dritte Teil der Erde verbrannte, und der dritte Teil der Bäume verbrannte, und alles grüne Gras verbrannte... da fiel ein großer Stern vom Himmel, brennend wie eine Fackel, und er fiel auf die Flüsse und Wasserquellen... und alle Inseln verschwanden, und die Berge wurden nicht mehr gefunden.“ (6) Die Parallelen sind in der Tat verblüffend.
 
Würde man sich die Mühe machen, unter Zuhilfenahme des sog. synoptischen Vergleiches, (7) die Flammenschwerter der Gegenwart mit dieser Form der Apokryphen zu vergleichen, so wäre es nicht erstaunlich, festzustellen, dass die Jahrzehnte der zurückliegenden globalen Katastrophe, die mit der Erderwärmung begann und mit dem täglichen Verschwinden einer Flora- und Fauna Art auf diesem Planeten einen der traurigsten Höhepunkte erreicht hat. Ist diese Form der Höllenangst nun tatsächlich unbegründet? In einer der letzten Ausgaben dieses Jahres hatte die Zeitschrift „Natur“ das zurückliegende Jahrzehnt als das „Jahrzehnt  der Katastrophe“ bezeichnete und der italienische Wissenschaftspublizist Lorenzo  PINNA hat ein Buch mit dem Titel „ Fünf Hypothesen zum Untergang der Welt“ vorgelegt. (8) Und darin davor gewarnt, dass wir in einer tiefen Illusion versunken
sind, dass wir Wirklichkeit immer nur unter den Voraussetzungen erfahren, wie wir sie gerne hätten.
 
Folgt man diesem Szenario schlechter Nachrichten aus einer Sintflut von Endzeitgedanken, die fast täglich über uns hereinbrechen, kämen unaufgeklärte Menschen zu dem Schluss: das Ende ist nah, lasst uns im LUTHERschen Sinne „ein Apfelbäumchen pflanzen“. (9) In der vielleicht populärsten aller Endzeit - Inszenierungen kommt es zur globalen Killerklimaverschiebung. Danach soll sich die Erdatmosphäre um 1, 5  bis 3, 5 Grad Celsius. In den nächsten 50 bis 100 Jahren aufheizen. Die Folgen wären katastrophal: vom Ansteigen der Niederschlagsmengen, der Veränderung der Meeresströmungen- bis zur
Möglichkeit, dass  Grönland eisfrei wird, ist nahezu alles im Gespräch. Und innerhalb den Theorien vertreten. Das jedenfalls ist der Studie des INTERGOVERNMENTAL PANEL ON CLIMATE CHANGE zu entnehmen, falls die Menschheit nicht in letzter Sekunde das Ruder herumreißt, den Kohlendioxidausstoß drosselt.
 
„GEO“ ging schon 1994 davon aus, dass „zehn Milliarden Menschen auf dem Planeten“ ab dem Jahr 2010 keine Utopie darstellt. Und folgerte: „Die Menschheit wird noch vor der Jahrtausendwende die Sechs - Milliarden Grenze übersteigen... Sie wird sich kaum unter einer Grenze von 11,5 Milliarden stabilisieren, schlimmstenfalls sogar auf mehr als 20 Milliarden anwachsen.“ (10)  Die Erde wird die Menschheit nicht mehr ernähren können, die weltweiten Wasserreservoirs gehen zur Neige. Die Menschen werden in den modernisierten Hunger hineingetrieben, Techniken, Energien, Brenn-, Roh- und Werkstoffe werden nur noch als ehemals verlustig gegangene Materialien in den Köpfen der Erdbewohner einen Stellenwert besitzen. Dies alles wird die Objektivität des warenproduzierenden Systems ausmachen.
 
Regenwälder mutieren zu Steppen, Steppen zu Wüsten, die Gletscher- und Polkappen schmelzen und die pazifischen Inselstaaten versinken im Meer. Dieses triste Bild könnte Realität werden, und die Natur des Menschen schickt sich an, sich selbst zum Hausdiener zu machen. Man könnte auch sagen: er wird selbst zum Allgemeingut einer möglichen Fußnote Menschheit. So sehr, dass oftmals auch übersehen wird, dass Geo - Wissenschaftler, Klimaexperten und Ozeanforscher
mit den unterschiedlichsten Schattierungen den globalen Knock Out beschreiben, der für sie letztlich in die grausame Unerträglichkeit eines unbewohnbaren Planeten in den vielleicht nächsten einhundert Jahren einmündet.
 
Selbst wenn das Klima Kapriolen schlägt, und der Planet, wie in den zurückliegenden Jahrzehnten auf sich aufmerksam macht, sind die Reaktionen darauf ernüchternd. In weniger als 50 Jahren wird sich die Zahl der Bewohner auf diesem Planeten vielleicht noch einmal verdoppeln und gleichzeitig fallen immer mehr Länder in einen ökologisch verheerenden Konsumrausch, der die Ausbeutung des Bodens bis ins
Unermessliche steigert und den allseitig konkurrierenden Arbeitsfetisch überdies an (s-)einer Durchsetzungskraft hindern wird. Es ist vor allem dieser Aspekt, der betroffen macht; denn die ökonomische Krise des Weltwarensystems hat erst zu den ökologischen Desastern geführt. Und die menschlichen Verwahrlosungen, Lebensstandard, Lebenserwartungen gleichen Vulkanausbrüchen, Erdbeben, Überschwemmungen, und fordern mit unschöner Unregelmäßigkeit die bekannten Opfer ein.
 
Die Elendsregionen der Dritten Welt, in denen jede Hungerkatastrophe leider Alltäglichkeit geworden ist, haben in der Häufigkeit signifikant zugenommen. Und kaum jemand nimmt davon Notiz, weil nicht nur die Frontstellung - hin zu den reichen Ländern - gewechselt wurde, sondern auch die Perspektive sich radikalen Veränderungen unterworfen hat. Wahrscheinlich kommt die Nähe eines
Naturzusammenbruchs auf leisen Sohlen daher - Not with a bang, but with a whisper: Wenn Menschen buchstäblich hungern und sterben müssen, weil die Ressourcen
geplündert sind, dann ist das zwangsläufig die Erblast des getöteten Planeten. Die Spezies Mensch hat es von alleine fertig gebracht, sich den Boden unter den Füßen wegzuziehen, sich selbst gewaltig in Bedrängnis gebracht. Es ist so eng auf diesem Globus geworden, dass die Enge einen fast erdrückt. Aber der geblendete Mensch will sich ein Weiterleben in diesem Höllenfeuer vorstellen können: von einer Weltbevölkerungskonferenz zur nächsten bleibt nur noch zu konstatieren, dass die Spezies Mensch alle Programme zur Rettung ihrer Umwelt, zur Familienpolitik und zum Umweltschutz in den Wind geschlagen hat.
 
Die Segnungen der modernen Zivilisation lassen hier keine Zuversicht erahnen. In jedem Fall ist die kollektive Platzangst nicht unbegründet. Und wenn etwa an den Aufstieg der Konsumgesellschaft gedacht wird, die ohne die Verbindung zur naturellen Grundlage des Menschen nicht möglich gewesen wäre, so erscheint uns unser eigenes Leben- von der Wiege bis zur Trage - als endloser Dämmerzustand:
kein Leben ohne Auto, Klimaeffekte, Waldsterben, Emissionen, Verkehrslärm und Smog, „Freier Stau für freie Bürger“ (11);  gesperrte Innenstädte, katastrophische Zustände auf Autobahnen- und Bundesstraßen. Der Motorisierungsfortschritt führt nahezu ins Grab. Das ist nun keine Lust an der Apokalypse, die die Offenbarung mit rätselhaft - symbolischer Verbrämung ritualisiert, sondern sie real; denn das
warenproduzierende System treibt die Gesamtkrise auf die Spitze und bringt uns dem ökologischen Garaus immer ein Stückchen näher.
 
Der Endzeitknall  ist spätestens nun hier bittere Realität, weil die Produktionsformen der Weltmarktökonomie täglich dafür sorgen, dass sämtliche ökologischen Kreisläufe zerstört werden, Klima- und Naturkatastrophen einen Supergau befürchten lassen, die Zerstörung aller gemeinsamen Naturgrundlagen. One World ist dann nur noch Armutsverwaltung, Massenflucht durch Kriege erzeugt, Völkerwanderung von Ost nach West, von Nord nach Süd, politische Instabilitäten und soziale Unruhen. Folge der ökonomischen Instabilitäten wird sein, dass kein Land der Erde mehr über genügend Boden und Wasser verfügt, um verelende Massen aufzunehmen, die ihre
Häuser und Wohnungen verlassen müssen. Flüchtlingsgebiete in bisher nicht bekanntem Ausmaß könnten entstehen, wenn der Tross der Karawane auf der Suche nach Eß- und Trinkbarem in Gebiete zieht, in denen wiederum Krieg und Elend herrscht. Die daraus erwachsenden Konsequenzen sind noch nie ernsthaft reflektiert worden, weil unsere Köpfe, die voll von diesen Naturbedingungen sind,
sich bisher geweigert haben, etwas anderes als die Normalität zu denken.
 
Offenbar reicht die Vernunft des Menschen nicht aus, um sich seine Umweltbedingungen zu erhalten. Wenn es nicht gelingt die menschliche
Vermehrungsphobie zu stoppen, dann müssen eben Viren ran, die das erreichen, was im zynischen Kalkül enthalten ist: das Aids - Virus, Seuchen, Ebola, Mikroben in aller Form etc. Das solle wenigsten für einen Teil uneingeschränktes irdisches Glück sichern. Wenn der Körper getötet ist, dann ist auch mit ebensolcher zerstörerischen Leidenschaft die genormte Zivilisation, die Vergangenheit ausgelöscht. Das hatte bereits in einer ähnlichen Form literarischen Niederschlag gefunden. In Aldous HUXLEYs „Schöne neue Welt“ (12)  ist die zukünftige Welt frei von dieser Grauenhaftigkeit. Unsere Alltagswünsche sind in Erfüllung gegangen und es herrscht völliges physisches und ökonomisches Wohlbefinden. Alle Apparate, Organisationen und Medikamente, die das irdische Überleben sichern sollen, haben aber den Geist getötet  die prophetische Fragwürdigkeit tritt auf den Plan - alles scheint mit einem Band nachzuholender Erklärungen ausgestattet, tief verwurzelt, zusammengeschweißt, in Abhängigkeit gehalten.
 
Diese Prozesse sind Extreme des Für und Wider, des Mehr und Weniger, im übrigen nur Modalitäten der Moderne des So und Anders. In der Mechanik des Marktes gibt es keine Konzepte der ökologischen Versöhnung mehr. Die Postmoderne scheint sich im 21. Jahrhundert in einen vermeintlich künstlich - naturellen Schlaf zu versetzen. Vorgetragen wird dieser grässliche Zusammenbruch nicht etwa von chiliastischen Vordenkern, sondern von der fortschreitenden Zerstörung aller natürlichen Lebensbedingungen der Menschheit, und sie hebt die Augen mahnend in Richtung Afrika, Asien, Lateinamerika. Von dort ist es freilich nicht mehr weit in Richtung Betroffenheit und Kopfschütteln. In erster Linie trifft es die Slumbewohner, die Ärmsten der Armen. Doch der Trend ist vorhersehbar, dass dem bald andere
Bevölkerungsschichten in allen Ländern dem folgen werden- und der Opfergang der Dritten Welt wird sich in keine positiven neuen Märkte niederschlagen. Nagt da vielleicht der Gedanke, wir sind schon zu viele? Und sollte der ökologische Haushalt tatsächlich der Ort sein, der mit über moralische Werte entscheidet, über Verstand, Talent, Geist Vernunft, Hierarchien?
 
Die Modernität lässt die Grenzen zwischen der Vergangenheitsökologie und der Gegenwartsökologie verschwinden. Bricht diese Lebensgrundlage der Menschen zusammen, die selbstgeschaffene Welt, dann gibt es nichts mehr zu verteidigen, weder Ökologie noch Ökonomie. Die Imagination des Geldes hebt alle Klassenunterschiede auf, der Mensch erkennt nur noch die Bereitschaft, sich widerstandslos seinem unausweichlichen Schicksal hinzugeben. Wie angenehm lässt es sich da gruseln! Im Millennium zu leben, ist wie ein Fensterplatz: man schaut hinunter und sieht auf die ehemaligen großartigen Leistungen der Menschen, die jetzt auf einmal wie bankrotte Staatskassen aussehen: Ethnien werden als Feinde behandelt, die Ressourcen der Konkurrenten sind ausgebeutet. Und immer wieder wird aufgrund dessen die nationale/nationalistische Zurichtung des Menschen in die abstrusesten Ideen von Opfer, Vaterland und Krieg einmünden.
 
Die aktuelle ökologische Katastrophe ist vom Alltag der ökonomischen Moderne nicht zu unterscheiden. Es sieht zwangsläufig so aus, dass wir auf den Overkill zusteuern.
Das Leben erscheint wie gelähmt. Kann die Verseuchung der Meere und Flüsse noch gestoppt werden, der Tod der Flora und Fauna, der Lebensmittelkatastrophen, der Giftmüllanreicherung und deren Ablagerungen? Müssen bitter enttäuscht werden?  Das Leben kommender Generationen wird wie gelähmt erscheinen. Menschen fristen an den Peripherien ein Schattendasein. Die Humanisierung des Lebens wird mit Füßen getreten und „Ohne Ansehen der Person“, „Würde des Menschen“ (13) gilt nicht mehr.
 
Die westlichen Weltmarktgewinner haben nicht nur den Quasi - Untergang der Dritten Welt hervorgerufen, sie haben ihre eigenen ökologischen Zerstörungspotenzen auf die Spitze getrieben und schaufeln sich ihr eigenes Loch. Vernutzung der Arbeit erscheint da wie ein Moloch, vernutzte Naturstoffe wie eine Destruktionskraft, und Massenarbeitslosigkeit und Kapitalvernichtung schlagen sich in evtl. neuen Völkerwanderungen nieder: Durch die weitgehende Lahmlegung und Zerstörung der Arbeit im 21. Jahrhundert sind auch die Markt-, und Binnensysteme, in denen sie noch möglich war, zerstört, nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch.
Klima- und Naturkatastrophen besorgen einfach den Rest. Auch in seiner ökologischen Seite bringt das warenproduzierende System den einen Gau hervor.
 
Aber alle Warnungen müssen folgenlos bleiben, solange nicht erkannt wird, dass rapide ökonomische Globalisierung die tragische ökologische Tretmühle schafft: was geschieht mit unserem Müll, den Abfallbergen, die wir tägliche produzieren? „Ist es dieser perverse Thrill, der unübersetzbare Schauer, der die Langeweile überspielt und ausbreitet, unser persönliches Projekt, unter dass sich das Leben wie unter einem Fallbeil wiederfindet, das Geheul der Hölle, infernalisches Seufzen; Schluchzen, Stammeln?“ (14) Diese Feststellung zu treffen, erfordert viel Mut, weil es bisher immer nur um Tendenzen der Weltuntergangsstimmung ging, die sich in der Phraseologie niederschlug, dass es 5 Minuten vor Zwölf sei. Was aber, wenn es bereits  schon dreiviertel Eins ist? Trifft letzteres zu, dann impliziert die globale Vernetzung des Geldes die ökologische Dimension der Krise- und der niedliche Vergleich mit früheren Weltuntergangsstimmungen, nach denen es immer weitergegangen sei, müsste als vorläufig endgültig betrachtet werden.
 
(1) Extrabreit: Deutsche Rock-Gruppe, die ihre Wurzeln in der Neuen Deutschen Welle (NDW) hatte. Sie wurde 1979 um den Sänger Kai HAVEII  in Hagen gegründet. Die Gruppe spielte mit „Extrabreit und ihre größten Erfolge“ (1980), „Welch ein Land, was für Männer“ (1981) und mit „Duo Infernal“ (Duett mit Marianne ROSENBERG (1982) interessante Ideen ein. Mit den Singl - Hits „Hurra, hurra, die Schule brennt“, dem Robert STOLZ Lied „Salome“, „Polizisten“ (ca. 350. 000 mal verkauft), „Der Präsident ist tot“ avancierte sie zu einer der erfolgreichsten deutschen
Gruppen zu Beginn der 80er Jahre. Der Song „Der Führer schenkt den Klonen eine Stadt“ ist auf der LP „Welch ein Land, was für Männer“ zu hören.
Extrabreit zeigte zu dieser Zeit, wie mit einfachen Akkorden amerikanischen Vorbildern nachgeeifert werden kann. Ihre Musik, ganz an den Stil von Status Quo angelehnt, ist als klotzig, bisweilen sehr unsauber (einfallslos gespielte Gitarren, stupides Schlagzeug) arrangiert zu bezeichnen. Die Gruppe spielte laut „Sounds“ immer am Rande des „musikalischen Überlebens“, teilweise unter katastrophalen Auftrittsbedingungen und „klassischen Fehlleistungen des Managements“. Bis 1997 gab die Gruppe noch die eine und die andere CD heraus und beschloss zur Mitte des Jahres 1998 ihre Abschiedstournee zu geben.
 
(2) Hiroshima/Nagasaki: Am 6. August 1945 explodierte über der japanischen Stadt Hiroshima die erste Atombombe, die von den USA abgeworfen worden war, um den Krieg im Pazifik gegen den heftigen japanischen Widerstand zu beenden, da der japanische Überraschungsangriff auf Pearl Harbor (7. Dezember 1941) die USA nicht nur zum Kriegseintritt gegen Japan, sondern auch gegen Deutschland und Italien veranlasste, um somit eine Handhabe (auch wegen der Möglichkeit des Baus einer Atombombe durch die Deutschen) für die eigene Entwicklung des Atomwaffenprogramms zu haben. Littl Boy explodierte mit einer Wirkung, die 125.000 Tonnen (12,5 Kilotonnen) TNT entsprach. Der Hiroshima - Feuerball ließ die Oberflächentemperatur innerhalb von eineinhalb Kilometern um das Zentrum
augenblicklich auf mehr als 500° steigen. Die Zahl der Toten belief sich bis Ende 1945 auf ca. 140.000. Die Plutoniumbombe Fat Man explodierte über Nagasaki am
9. August 1945 mit der Wirkung von schätzungsweise 22 Kilotonnen TNT.
 
Der nach Amerika emigrierte Albert Einstein hatte mit seiner berühmten Formel E=mc² den Grundstein für die Uranspaltung gelegt. Den deutschen Lisl Meitner und Otto Hahn gelang es 1938/1939 den Beweis für die Spaltbarkeit des Uranatoms zu führen. Die erste Kernspaltung in den USA führte an der Columbia - University der Physiker Herbert Anderson im Januar 1939 aus. 1943 wurde im waldigen Los Alamos - Hochland (New Mexiko), von der Außenwelt total abgeschirmt, gut 2.200 M. über dem Meeresspiegel ein geheimes Labor eingerichtet, mit dem Ziel, die erste Atombombe zu bauen. Leiter der Mission war Dr. Robert Oppenheimer, der als 
Vater der Atombombe (theoretischer Physiker der University of California) gilt. Ihm standen zur Seite Naturwissenschaftler und Ingineure höchsten Ranges: Emilio Segre,  Enrico Fermi, Hans Bethe,  Edward Teller (später maßgeblich am Bau der Wasserstoffbombe beteiligt), Norris Bradberry u. a.
 
Durch Experimente wurden in Los Alamos die kritischen Massen für U235 und Pu239 ermittelt. Als man U235 - Quader in einem als Moderator fungierenden Umrahmung aus Berylliumquadern zu einer unterkritischen Masse zusammenfügte, erhöhte sich der Neutronenfluss mit einem solchen messbaren Umfang, dass der Weg zur ersten Zündung frei wurde. Die erste von Menschen herbeigeführte nukleare Explosion erfolgte auf dem Trinity - Versuchsgelände am 16. Juli 1945. Ab 1944 belegten amerikanische B - 29 Bomber japanische Städte systematisch mit Brandbomben, um die Wirkung von Feuerbällen zu proben, die ihnen Hinweise auf kommende nukleare Zerstörungen geben sollten.
 
Auf der Konferenz in Potsdam (Juli 1945) überraschte der amerikanische Präsident Harry Truman den russischen Generalsekretär der KPdSU, Josef W. Stalin damit, dass sie (die Amerikaner) bald über nukleares Potential verfügen würden, was später die Russen dazu animierte, ihr Atomwaffenprogramm zu forcieren. Im Frühjahr 1945 empfahl der amerikanische Außenminister Jimmy Byrnes Truman, den Einsatz der
Bombe, um die Kapitulation Japans zu erzwingen. Am 15. August 1945 kapitulierte Japan. Kaiser Hirohito entschloss sich, entgegen den Einwänden seiner Minister, den Krieg zu beenden. Einen ausgezeichneten Überblick über das amerikanische Atomprogramm und die Forschungen in Los Alamos bieten die Bücher:
Robert Oppenheimer: „Eine Biographie“, Basel 1982, und: Richard Rhodes: „Die Atombombe und  die Geschichte des 8. Schöpfungstages“, Nördlingen 1986.
 
Tschernobyl: In der Nacht zum 26. 4. 1986 explodierte im russischen Tschernobyl ein Atomreaktor. Ausgelöst durch diese Reaktorkatastrophe entbrannt eine heftige Debatte um die Nutzung der Atomenergie. Bei zum Teil gewalttätigen Auseinandersetzungen demonstrieren Zehntausende Anhänger der Anti - Atomkraft-Bewegung an deutschen Standorten der Atomindustrie in Wackersdorf, Brokdorf und Gorleben.
 
(3) Georg Orwell: „1984“, Frankfurt/M. 1976; Stanley Kubrick: Amerikanischer Regisseur; gilt für viele als sog. Kultfilmer; wurde u. a. bekannt mit : “2001: Odysse im Weltraum“ (1965 - 1968); „Uhrwerk  Orange” (1970/1971); „Shining“ (1980); „Full Metall Jacket“ (1987).
 
(4) Orio Giarini/Patrick M. Liedtke: “Wie wir arbeiten werden. Der neue Bericht an den
Club of Rome”, Hamburg 1998.
 
(5) Paul R. Ehrlich/Carl Sagan: „Die Nukleare Nacht“, Köln 1985, S. 9.
 
(6) Offenbarung des Johannes, Kapitel  8ff.
 
(7) Synoptischer Vergleich: Aus dem Griechischen „Zusammenschau“.
Dieser wird in der neutestamentlichen Forschung angewandt, um die Scheidung von Tradition und Redaktion in den vier Evangelien Matthäus, Markus, Lukas und Johannes transparent zu machen. Dabei werden Einzelstücke der formgeschichtlichen Betrachtung unterworfen. Der Theologe Rudolf Bultmann (1884 - 1976) führte die seit Wrede, Wendling, Wellhausen,  Schmidt,  Dibelius, Schniewind,   Schweizer u. a. bekannte Form- und Charakteranalyse fort, und entwickelte eine eigene Methode, Quellen zu fixieren, und den Charakter der neutestamentlichen Überlieferungsstoffe zu registrieren. Daraus könne man - so Bultmann - auf „die Stadien der Tradition“ schließen (vgl. Bultmann: „Die Geschichte der synoptischen Tradition“, Göttingen 1979. In diesem Text geht es darum, diesen Vergleich zu
entfremden, zu verfremden,  ihn auf die ökologischen Gegenwartsdramen anzuwenden.
 
(8) Lorenzo Pinna: „Fünf Hypothesen zum Untergang der Welt“, München 1995.
 
(9) Martin Luther: (1483 - 1546); Deutscher Theologe; Übersetzung des Neuen Testaments (1521-1522); „Confessio Augustana“ zum Reichstag von Augsburg
(1530); stirbt am Vorabend des Schmalkaldischen Krieges (1546). Das Zitat lautet eigentlich: „Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, so würde ich
doch heute mein Apfelbäumchen pflanzen.“ Zitiert nach: Paul Althaus: „Die Theologie Martin Luthers“, Gütersloh 1962.
 
(10) Zitiert nach Geo, 2005. 
 
(11) Vgl. Dietmar Klenke: “Freier Stau für freie Bürger. Die Geschichte der bundesdeutschen Verkehrspolitik“, Darmstadt 1995.
 
(12) Aldous Huxley „Schöne neue Welt“, Frankfurt/M. 1953.
 
(13) Artikel 3 und 1 des Grundgesetzes.
 
(14)  Vgl. Dietmar Kesten: „Deutsche und Inter-nationale Dämmerzustände 1997 - Zum Schluss kommt der Trommelwirbel“, Gelsenkirchen 1998, S. 19.
 
 
 

geschrieben am 18.12.2004 - 01:02 Uhr
Der Beste Katastrophenfilm aller zeiten!! Roland Emmreich hat hier wirklich sehr gute Arbeit geleistet, nach dem Patrioten unumstritten sein bester. Atemberaubende Special Effects und perfekt besetzt. Dennis Quaid in Bestform und Jake Gylenhall einer der Schauspieler der Zukunft. Mann bekommt eine Gänsehaut während mann sieht wie grausam die Natur doch sein kann.....

geschrieben am 10.06.2004 - 12:35 Uhr
Ich war vor guten 2 Wochen in " The day after tomorrow" und ich war sehr positiv überrascht. Eigentlich wollte ich gar nicht in den Film, doch ich ging dann doch mit meiner ganzen Familie dort hin. Und im nachhinein freue ich mich das ich doch drin war. Ich fand den Film spitzenklasse, dabei wo so etwas wirklich passieren könnte, auch wenn es im Moment sehr unwarscheinlich klingt. Die Schauspieler waren gut und die Spezialeffecte auch. Es lohnt sich mit sicherheit in diesen Film zu gehen der noch nicht dort war.
Malick
geschrieben am 06.06.2004 - 11:36 Uhr
Nach GODZILLA und DER PATRIOT verkauft sich Emmerich hier endlich wieder nicht mehr unter Wert - nein, er zeigt auch, dass er neben Effekten auch eine gute Charakterstudie präsentieren kann. Positiv aufgefallen ist der ungewöhnliche Grundaufbau der Handlung - die Effekte neben nicht Überhand, sondern brechen nur die erste Hälfte des Films auf die Zuschauer ein - und das mit Oscar-reifen Animationen! Ein Kinogang lohnt mit Sicherheit! Endlich mal wieder ein Mainstream-Blockbuster der meine Erwartungen voll erfüllt hat!
Semy
geschrieben am 06.06.2004 - 11:24 Uhr
Lange Zeit war es still um das "Genre" Katastrophenfilm. Nun kehrt er zurück, inszeniert von keinem geringeren als dem Gründer der den Boom dieser Filme erst so richtig ausgelöst hat: Roland Emmerich (Independence Day). Technisch wieder einmal hervorragend und bildgewaltig in Szene gesetzt mit vielen neuen Gesichtern. Leider aber storytechnisch nix neues. Kampf ums Überleben mit eingebundenem Vater-Sohn-Drama. Schön wieder einmal Dennis Quaid auf der Leinwand zu erleben und auch die jungen Schauspieler geben eine ordentliche Leistung ab. Alles in allem nix Überragendes oder gar Neues, dennoch nette Unterhaltung für einen Abend.
Didi
geschrieben am 16.05.2004 - 11:49 Uhr
THE DAY AFTER TOMORROW. UNSERE LETZTE STUNDE? von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 16. MAI 2004. Die Filme von Roland EMMERICH waren schon immer erstklassiger Brennstoff. Seine Filme verbrennen auf geistiger Ebene, sie haben keine Energie, sondern laufen nur stur den Kinoklischees hinterher. EMMERICH wird wieder alle Streifen ausplündern, die es auf dieser Ebene gibt. Die kurzen Momente des Grauens, der allerletzte Schock- das wird alles waghalsig sein. Weil der Kinopop zur Lösung drängt, und hier niemand den wirklichen Stand der Dinge kennt, erzeugt er ein farbenprächtiges Inferno. EMMERICH wird ohne Rücksicht auf Verluste die Prophetie und die Schwarzseherei der Moderne auf seine Art wiedergeben. Die Chancen, dass die Menschheit des 21. Jahrhunderts überleben wird, stehen gerade einmal fünfzig zu fünfzig. Denn die tatsächlichen Bedrohungen, denen wir gegenüberstehen, haben ganz andere Dimensionen erreicht, die der platte Film keineswegs spiegeln wird. Z. B. die Nuklearenergie, Bio- und Nanotechnologie, ökologische Desaster, die genetischen Umwandlungen, die den Menschen selber verändern, moderner und globaler Terrorismus, der alle Schreckensszenarien beinhaltet, globale Erwärmung der Erde, ökonomische Katastrophen, Mikrobiologie, ganz zu schweigen von den Gefahren, die uns durch Kometen und Asteroiden irgendwann einmal (ernsthaft) drohen. Mit Verve wende ich mich gegen Filme, die vorgeben, wissenschaftlich recherchiert zu haben, und doch eine pseudowissenschaftliche Basis haben. Lothar EMMERICH und seine Weltuntergangselemente reduzieren sich auf ein mathematisches Modell, das kein ernstzunehmender Wissenschaftler teilen kann: er geht davon aus, dass es so sein kann, wie es der Film zu beschreiben vorgibt. Doch das weiß niemand!! Man ist auf Vermutungen angewiesen. Andere Argumente (s. o.) sind dagegen viel überzeugender. Hält man an seinem Szenario fest, dann wird einem das ganze Universum als Gebilde mit vielschichtigen Strukturen entgehen. Ein Abbild des Ganzen und seiner Gefahren kann NIE gezeichnet werden. Hollywood bemüht sich hier nur wenig um ein einheitliches Bild. Das sind die Irrtümer, denen dann auch Filme wie "Independence Day" oder "The Day After Tomorrow” unterliegen. Die unerträgliche Angst, mit der Herr EMMERICH spielen wird, lässt die tiefste Einsicht vermissen, dass die vorrangige Sorge dem Schicksal unserer gegenwärtigen Generation und der Verringerung der Gefahren, die uns bedrohen, gelten sollte. EMMERICH wird in den allgemeingültigen Untergang abdriften. Ein Beispiel dafür, dass man im Kino alles darf- man muss nur immer den richtigen Vorwand dafür finden. Jetzt ist es wieder Zeit, einen Zirkus der Effekte zu starten, ein wildes, aufregendes Spiel. Und EMMERICH wird als König von Hollywood in die Annalen eingehen! Wer sich mit modernen wissenschaftlichen Fragestellungen zu der Thematik, die EMMERICH anschneiden wird, beschäftigen möchte, dem kann ich nur das Buch des Astrophysikers Martin REES: „Unsere letzte Stunde?“ empfehlen.
Didi
geschrieben am 15.05.2004 - 12:05 Uhr
THE DAY AFTER TOMORROW INFORMATIONEN, HINTERGRÜNDE UND BEDENKEN von DIETMAR KESTEN, GELSENKIRCHEN, 15. MAI 2004. „The Day After Tomorrow“ wird in Deutschland am 27. Mai starten, und damit einen Tag vor dem Start in Amerika. Der Film beginnt bei EMMERICH mit seinen bekannten Schauplätzen, die sich urplötzlich verwandeln. „The Day After Tomorrow“ ist manische Endzeitstimmung: die Stunde des Abfackelns droht, Feuer verschlingt, Wasser lässt ertrinken, Luft wird zum Orkan, Vulkane werden zu speienden Killern, Eiszeit, Klimaveränderungen. Zum Dreh der Story ergaben sich ungewohnte Parallelen: verheerende Hagelstürme in China, die Jahrhundertflut in Europa, zerstörerische Tornados, Hurrikans, der kälteste Winter aller Zeiten in Kanada, die beunruhigende Absplitterung einer (riesigen) Antarktiseisplatte („Larsen B“). Wo wirst Du sein? Diese Frage geistert seit den ersten Trailern auf Kinoplakaten, in Vorschauen, Werbespots und auf Reklamesäulen durch die Landschaft. Wieder steht der Kampf Einzelner im Mittelpunkt. Im Kampf gegen Naturgewalten zeichnet sich inmitten von Freunden und Familien Rettung ab. Oder auch nicht!! EMMERICH verfilmt wieder einmal einen Gegenwartsmythos. Wer den apokalyptischen Horror im Film nie gesehen hat, weiß nicht, was auf uns zukommen wird. „Independence Day“ (1996) begann einst mit einem riesigen Raumschiff der Außerirdischen. Dass rief die Erinnerung wach, dass jetzt mit den Todesdrohungen ernst gemacht wird. Eine schwarze Urmasse schiebt sich langsam und sicher über den Mond hinweg auf die Erde zu. Die Außerirdischen halten Einzug, während unten auf der Erde alles seinen gewohnten Gang nimmt. Der Film war so geschichtslos und erschrecklich wie nur etwas sein konnte. Und nun verbreitet EMMERICH wieder Schrecken. Doch dieser wird wenig wissenschaftlich beleuchtet sein. Wir werden nichts über Asteroideneinschläge erfahren, die der Erde regelmäßig so nahe kommen, dass sie eine ernsthafte Gefahr darstellen, nichts von dem tatsächlichen Risiko von Überschwemmungen, Tornados, Hurrikans und Erdbeben, nichts über das unbeständige Klima der Erde, lange Kälteperioden und Warmzeiten, nichts wirkliches über die Treibhauserwärmung, wenig über das immer größer werdende Ozonloch über der Antarktis. EMMERICH, der wie PETERSEN auf Action setzt, wird infernale Züge verbreiten. Sein Kennzeichnen der Hoffnung ist, dass niemand sie lange gewährt. Und die Krise auf der Erde wird zu einem schlimmen Fluch, wenn der große historische Bilderbogen die Freiheitsstatue (wie im Trailer zu sehen) einfängt, die im Meer versinkt. EMMERICH, der wie immer vorgibt, einen hochprofessionellen Film drehen zu wollen, wird wieder nur eine eingängige Geschichte vorgelegen, einen glatten, anonymen und teuren Film von der Stange, der neben dem Katzenjammer, den er erzeugen wird, seinen Größenwahn ausdrückt. Wie immer bei solchen Filmen, die von der Apokalypse träumen, wird die Dramatik der Geschichte auf ihn selbst zurückfallen. Mich wundert es, dass hier mit den Ängsten der Menschen in unverantwortlicher Weise gespielt wird. Da sind die Gesichter des privaten Glücks. Überleben sie, überleben wir alle, wer wird wirklich überleben? Der Staat, der Präsident? An allen Punkten der Welt brennt es, auf Nebenschauplätzen, auf den Plätzen des wirklichen Geschehens: die Hierarchien der Figuranten, die Trennung zwischen diesen und den Randpersonen, die Zersetzung der Stränge zwischen den Haupt- und Nebenhandlungen, das Kameraspiel und das Dekor wird EMMERICH zusammenpuzzeln. Ein deutscher Regisseur, ein amerikanischer Film. Der Abgesang auf jede Hoffnung wird uns hier mit klarer und harter, sehr aufdringlicher Sprache entgegentreten. EMMERICH macht mit „The Day After Tomorrow“ einen einfachen Schicksalsfilm. Insgesamt kommt auf uns zu: die ungestillte Lust am Untergang; das Unglaubwürdige, die aufgesetzte Unordnung, mit der sie alles hinwegfegt. Das ist perfekter Untergang, ohne Qual, der Sekundentod. Da sieht man, was die Warenkultur filmisch in den Untergang projizieren kann. Und viele werden sich an dem Spektakel erfreuen. Reicht es nicht, dass vor laufenden Kameras Menschen geköpft werden, reicht es nicht, dass Leichenteile in Strassen und Gassen gezeigt werden, und reicht es nicht, dass barbarische Racheakte wie im Sudan den Globus überziehen? Muss jetzt auch noch ein weiteres Krisenszenario filmisch erzeugt werden, dass nur Untergangsstimmung suggeriert? EMMERICH ist hier erneut wie PETERSEN: beide wollen herausfinden, mit welchen filmischen Mitteln der Hollywoodkrieg gewonnen werden kann, und beide können sich nur die Hand reichen.
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